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Transit of the Moon, © Eclipse-Reisen.de 2006

REISEN ZUR SCHWARZEN SONNE

Die Schwarze Sonne - ein faszinierendes und seltenes Naturschauspiel
Wann und wo ist die Schwarze Sonne zu sehen?
Reiseplanung: Wo ist der beste Beobachtungsort?
Astronomische Ausrüstung: Was ist zu beachten?
Hier geht es zu unserer ASTRO-INFOMAIL

DEUTSCHE BUCHUNGSSTELLE VON
Eclipse City Ltd.
  Astromesse

DEUTSCHSPRACHIGE SONNENFINSTERNIS-MAILINGLISTE


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DIE SCHWARZE SONNE - EIN FASZINIERENDES ...

"Es gibt Dinge, die man fünfzig Jahre weiß, und im einundfünfzigsten erstaunt man über die Schwere und Furchtbarkeit ihres Inhaltes. So ist es mir mit der totalen Sonnenfinsternis ergangen, welche wir in Wien am 8. Juli 1842 in den frühesten Morgenstunden bei dem günstigsten Himmel erlebten. ... alles wußte ich voraus, und zwar so gut, daß ich eine totale Sonnenfinsternis im voraus so treu beschreiben zu können vermeinte, als hätte ich sie bereits gesehen.

Aber, da sie nun wirklich eintraf, da ich auf einer Warte hoch über der ganzen Stadt stand und die Erscheinung mit eigenen Augen anblickte, da geschahen freilich ganz andere Dinge, an die ich weder wachend noch träumend gedacht hatte, an die keiner denkt, der das Wunder nicht gesehen.

Nie und nie in meinem ganzen Leben war ich so erschüttert, von Schauer und Erhabenheit so erschüttert, wie in diesen zwei Minuten, es war nicht anders, als hätte Gott auf einmal ein deutliches Wort gesprochen und ich hätte es verstanden. Ich stieg von der Warte herab, wie vor tausend und tausend Jahren etwa Moses von dem brennenden Berge herabgestiegen sein mochte, verwirrten und betäubten Herzens."

Adalbert Stifter (1805-1868) in "Die Sonnenfinsternis am 8. Juli 1842" (Den vollständigen Text finden Sie hier)

Für eine weniger prosaische Übersicht der Phänomene, die bei einer totalen Sonnenfinsternis zu beobachten sind, empfehlen wir Ihnen die Finsternis-Seite von Astroinfo.org.


... UND SELTENES NATURSCHAUSPIEL

Zur Zeit Adalbert Stifters war eine totale Sonnenfinsternis, der Anblick der "Schwarzen Sonne", in der Regel ein "Once in a lifetime"-Erlebnis. Dank der heutigen Reisemöglichkeiten müssen wir nicht warten, bis die Schwarze Sonne im Jahr 2081 wieder nach Mitteleuropa kommt, sondern wir können zu ihr hinfahren. Zwar tritt statistisch gesehen an ein und dem selben Ort der Erde nur etwa alle 360 eine totale Sonnenfinsternis ein. Weltweit gesehen muß man aber im Schnitt nur etwa 18 Monate auf die nächste Schwarze Sonne warten. Sonnenfinsternisse an sich sind sogar noch häufiger. Jedes Jahr treten mindestens 2, in manchen Jahren auch 3 oder 4 (so im 2011), selten sogar 5 auf. Das 21. Jahrhundert wird mit durchschnittlich 2,24 SoFis pro Jahr glänzen können.

Nur etwa jede dritte Sonnenfinsternis ist aber eine totale, d.h. der Mond tritt genau zwischen Erde und Sonne und bedeckt die Sonnenscheibe vollständig - oder anders ausgedrückt: sein Kernschatten fällt auf die Erde. In einem weiteren Drittel der Fälle "trifft" der Mond nicht genau und bedeckt daher nur einen Teil der Sonne; es kommt lediglich zu einer partiellen Sonnenfinsternis (die Erde tritt nur in den Halbschatten des Mondes). Die beiden SoFis des Jahres 2007 zählen z.B. zu diesem Typ. Es kann aber auch passieren, daß der Mond sich zwar genau zwischen Erde und Sonne schiebt, letztere aber trotzdem nicht vollständig bedeckt, weil er sich gerade relativ weit von der Erde entfernt befindet und die Mondscheibe daher einen geringeren scheinbaren Durchmesser als die Sonnenscheibe aufweist. Rund um den Mond bleibt ein Teil der Sonne als gleissend heller "Feuerring" sichtbar. Man spricht deshalb von einer ringförmigen Sonnenfinsternis, bei der der Kernschatten des Mondes die Erdoberfläche gar nicht erreicht. Dieser Typ macht ebenfalls etwa ein Drittel aller SoFis aus. Genau wie totale sind auch ringförmige Sonnenfinsternisse nur von einem sehr kleinen Ausschnitt der Erdoberfläche aus sichtbar (in Mitteleuropa erst wieder im Jahr 2075). Totale und ringförmige Finsternisse sind außerhalb der schmalen Zone zentraler Bedeckung in einem bis zu 7000 km breiten Gebiet als partielle SoFis sichtbar. So war z.B. die ringförmige SoFi vom 03.10.2005 in ganz Deutschland und weiten Teilen Europas als partielle Finsternis zu beobachten. Der Feuerring dagegen erschien nur in einem schmalen Streifen über der Iberischen Halbinsel.

Wenn Sie mehr über die himmelsmechanischen Zusammenhänge wissen möchten, schauen Sie noch einmal auf die Finsternis-Seite von Astroinfo.org. Dort werden auch viele Fachbegriffe erläutert, insbesondere unter Theorie, Beobachtung und FAQ . Gut verständlich sind auch die englischsprachigen Erläuterungen vom South African Astronomical Observatory. Empfohlen seien ferner folgende Links:

Allgemeine SoFi-Seiten der ETH Zürich
Kurze Beschreibung der Phänomene bei einer totalen Sonnenfinsternis von Jörg Reichertz
Kleine Sonnenfinsterniskunde von Hans-Dieter Gera
Über die Beobachtung einer totalen Sonnenfinsternis von Antonius Schrode
A Catalogue of Eclipse Cycles von Robert Harry van Gent
Saros, Inex and Eclipse cycles von Felix Verbelen
Eclipse Statistics von hermit.org

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WANN UND WO IST DIE SCHWARZE SONNE ZU SEHEN?

Totale und ausgewählte ringförmige Sonnenfinsternisse bis 2040
[Tabellen aller Sonnenfinsternisse von 2001 bis 2020 finden Sie im Sonnenfinsternis-Info.
Kurzbeschreibungen aller totalen SoFis von 2001 bis 2020 auf der Homepage von Robert A. Braeunig]


Datum Typ Größe Länge Hier ist die Finsternis sichtbar Detailinformationen
22.07.2009 Total 108 % 06m39s  Ost-Asien, Pazifik, Hawaii
[Total: Indien, Nepal, China, Mittlerer Pazifik]
INFOPORTAL
REISESEITE
11.07.2010 Total 106 % 05m20s  südliches Süd-Amerika, Pazifik
[Total: Süd-Pazifik, Oster-Insel, Chile, Argentinien]
INFOPORTAL
REISESEITE
13.11.2012 Total 105 % 04m02s  Australien, Neuseeland, Pazifik, Antarktis
[Total: Nord-Australien, Süd-Pazifik]
INFOSEITE
03.11.2013 Ringförmig/
Total
102 % 01m40s  Brasilien, Afrika, S-Europa
[Ringförmig/Total: Atlantik, Zentralafrika]
INFOSEITE
20.03.2015 Total 104 % 02m47s  Nordatlantik, Europa, N-Afrika, N-Asien
[Total: N-Atlantik, Färöer, Svalbard]
INFOSEITE
09.03.2016 Total 105 % 04m10s  Ost-Asien, Australien, Pazifik
[Total: Sumatra, Borneo, Sulawesi, Pazifik]
KURZINFO
21.08.2017 Total 103 % 02m40s  N-Pazifik, N-Amerika, N-Atlantik
[Total: N-Pazifik, USA, N-Atlantik]
KURZINFO
02.07.2019 Total 105 % 04m33s  S-Pazifik, S-Amerika
[Total: S-Pazifik, Chile, Argentinien]
KURZINFO
14.12.2020 Total 103 % 02m10s  S-Pazifik, S-Amerika, S-Atlantik, Antarktis
[Total: S-Pazifik, Chile, Argentinien, S-Atlantik]
KURZINFO
04.12.2021 Total 104 % 01m54s  S-Afrika, S-Atlantik, Antarktis
[Total: Antarktis]
KURZINFO
20.04.2023 Ringförmig/
Total
101 % 01m16s  SE-Asien, Australien, W-Pazifik
[Ringförmig/Total: Australien, Indonesien, W-Pazifik]
KURZINFO
08.04.2024 Total 106 % 04m28s  O-Pazifik, N-Amerika, N-Atlantik
[Total: Mexiko, USA, Kanada]
KURZINFO
12.08.2026 Total 104 % 02m18s  Kanada, Europa, W-Afrika
[Total: Grönland, Island, Portugal, Spanien]
KURZINFO
02.08.2027 Total 108 % 06m23s  Afrika, Europa, W- & S-Asien
[Total: Spanien, N-Afrika, Saudi-Arabien, Jemen, Somalia]
KURZINFO
26.01.2028 Ringförmig   92 % 10m27s  N- & S-Amerika, Atlantik, W-Europa, W-Afrika
[Ringförmig: Equador, Peru, Brasilien, Madeira, Portugal, Spanien]
KURZINFO
22.07.2028 Total 106 % 05m10s  SE-Asien, Australien, W-Pazifik
[Total: Indischer Ozean, Australien, Neuseeland]
KURZINFO
01.06.2030 Ringförmig   94 % 05m21s  Europa, N-Afrika, Asien, Arktis
[Ringförmig: Algerien, Tunesien, Griechenland, Türkei, Russland, China, Japan]
KURZINFO
25.11.2030 Total 104 % 03m44s  Südl. Afrika, Ind. Ozean, Antarktis, Australien
[Total: Namibia, Botswana, Südafrika, S-Australien]
KURZINFO
14.11.2031 Ringförmig/
Total
101 % 01m08s  Pazifik, s USA, C. Amerika, nw S. Amerika
[Ringförmig/Total: Pazifik, Panama]
---
30.03.2033 Total 105 % 02m37s  N-Amerika
[Total: NE-Sibirien, Alaska]
---
20.03.2034 Total 105 % 04m09s  Afrika, Europa, W-Asien
[Total: Nigeria, Kamerun, Tschad, Sudan, Ägypten, Saudi Arabien, Kuwait, Iran, Afghanistan, Pakistan, Indien, China]
---
02.09.2035 Total 103 % 02m54s  E-Asien, Pazifik
[Total: China, Korea, Japan, Pazifik]
KURZINFO
13.07.2037 Total 104 % 03m58s  Indonesien, Australien, Pazifik
[Total: Australien, Neuseeland]
---
26.12.2038 Total 103 % 02m18s  Indonesien, Australien, Neuseeland, Antarktis, pazifik
[Total: Australien, Neuseeland, S-Pazifik]
---
21.06.2039 Ringförmig   95 % 04m05s  N-Amerika, W-Europa
[Ringförmig: Alaska, n Kanada, Norwegen, Schweden, Finnland, Estland, Russland]
---
15.12.2039 Total 104 % 01m51s  s S-Amerika, Antarktis
[Total: Antarktis]
---
Eclipse Predictions and graphics by Fred Espenak, NASA/Goddard Space Flight Center
For more information on solar and lunar eclipses, see Fred Espenak's Eclipse Home Page:
sunearth.gsfc.nasa.gov/eclipse/eclipse.html


Im Gegensatz zu totalen sind partielle Sonnenfinsternisse weniger interessant. Nur bei sehr hohem Bedeckungsgrad der Sonne (90% und mehr) kommt es zu einer merklichen Abschwächung des Tageslichtes. Deshalb werden diese Ereignisse in der Regel in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, obwohl sie in Mitteleuropa alle paar Jahre auftreten. Spektakulärer sind ringförmige Verfinsterungen, insbesondere, wenn die Sonne als Feuerring auf- oder untergeht. Von den besonderen Erscheinungen einer totalen SoFi ist bei einer ringförmigen Verfinsterung wenig oder gar nichts zu bemerken, mit einer Ausnahme, dem "Perlschnureffekt". Insbesondere bei ringförmigen SoFis mit hohem Bedeckungsgrad (über 99 %) ist dieses Phänomen sehr eindrucksvoll. Bei geringerem Bedeckungsgrad kann man es am Rande der Zone ringförmiger Verfinsterung beobachten. Wir haben deshalb von Europa aus sichtbare und folglich auch bequem erreichbare ringförmige SoFis mit in die Tabelle aufgenommen.
Sofern es Reiseangebote zu anderen ringförmigen Sonnenfinsternissen gibt, finden Sie diese ab etwa 12 Monate vor dem Ereignis auf unserer Startseite.

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REISEPLANUNG: WO IST DER BESTE BEOBACHTUNGSORT?

Möchte man eine ringförmige oder totale Sonnenfinsternis erleben, führt in den nächsten Dekaden an einer Reise kein Weg vorbei. Dabei gelangt man oft in Zielgebiete, in denen schon aus logistischen Gründen an kurzfristiges Ausweichen per Auto oder Bus kaum zu denken ist. Hinzu kommt, dass die Zentralzone im Durchschnitt kaum breiter als 150 km ist, was selbst bei vorhandenen Ausweichoptionen zu Einschränkungen führt. Besonders wichtig ist es daher, bereits vor der Reisebuchung die möglichen Zielgebiete auf ihre Eignung zu prüfen. Dabei sind dann neben den klimatischen Daten noch andere Faktoren zu berücksichtigen, und zwar in nachstehender Reihenfolge:

1) Die regionalen politischen und/oder geografischen Verhältnisse müssen eine Reise in das Gebiet zulassen.
Gebiete, in denen kriegerische Handlungen stattfinden, eignen sich nun einmal nicht als Reiseziele. Große Teile der Arktis und Antarktis sind für normale touristische Reisen nicht zugänglich. sondern allenfalls im Rahmen von (sehr teuren) Expeditionen erreichbar.

2) Die statistische Wahrscheinlichkeit für einen klaren Himmel sollte hoch sein.
Wolken sind der größte Feind astronomischer Beobachtungen. Jede Planung beginnt daher damit, dass unter den prinzipiell erreichbaren Gegenden (s. Punkt 1), diejenige ausgewählt wird, welche statistisch gesehen die besten Chancen auf einen klaren Himmel bietet.

3) Die Sonne sollte möglichst hoch am Himmel stehen.
In Horizontnähe häufen sich bekanntlich die Wolken. Das liegt daran, dass der Blick zum Horizont durch die Atmosphäre einige hundert Kilometer weit reicht. Und auf einer solchen Strecke ist Platz für viele Wolkenschichten. Mit zunehmender Sonnenhöhe nimmt die Wahrscheinlichkeit für störende Bewölkung dagegen exponentiell ab. Umgekehrt bedeutet dies, dass Sonnenhöhen unter 10 Grad tunlichst vermieden werden sollten, während Sonnenstände über 30 Grad ziemlich problemlos ist. Alles dazwischen ist Abwägungssache.

4) Die Verkehrsinfrastruktur sollte möglichst gut entwickelt sein.
Hat man einen Beobachtungsort mit geringem Bewölkungsrisiko, wie z.B. 2008 in der Wüste Gobi, wird man sich über Ausweichmöglichkeiten eher wenig Gedanken machen. Liegt aber eine Situation wie 2003 in Island vor, ist ein gut ausgebautes Straßennetz geradezu eine Notwendigkeit, um vielleicht noch die rettende Wolkenlücke zu erreichen.

5) Die Zeit der totalen Verfinsterung sollte möglichst lang sein.
Hat man auf Grund der Kriterien 1 bis 4 mehrere Reiseziel zur Auswahl, so wird man im Zweifelsfall dasjenige auswählen, das die längste Finsternisdauer verspricht.

Dem gerade skizzierten Auswahlverfahren liegt ein rationales Vorgehen zu Grunde. Dennoch wird dem Kriterium Finsternisdauer bisweilen Vorrang gegeben. Man sollte sich aber dann darüber im Klaren sein, dass die lägere Totalitätsphase wenig wert ist, wenn sie hinter Wolken stattfindet.


Alternativen auf dem Meer und in der Luft
Je nach Verlauf der Zentralzone ist auch die Teilnahme an einer Kreuzfahrt zu erwägen. Selbst in abgelegenen Regionen können die Kapitäne heute aktuelle Wetterbilder und Prognosekarten via Satellit empfangen und folglich gezielt wolkenfreie Gebiete in der Zentralzone ansteuern. Der große Vorteil dabei ist, dass die Bewegungsfreiheit auf See in der Regel viel höher als an Land ist. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass ein Schiff keine stabile Plattform ist. Für diejenigen, die ein ausgiebiges Foto- und Videoprogramm planen, ist dies ganz klar ein Nachteil.

Die ultimative Lösung des Wetterproblems ist die SoFi-Beobachtung aus einem Flugzeug in 10 - 12 km Höhe. Bei speziellen "Eclipse-Flüge", we sie gelegentlich angeboten werden, bekommt man die verfinsterte Sonne mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu sehen. Diesen Vorteil erkauft man mit dem weitgehenden Verzicht auf das Erlebnis Sonnenfinsternis. Das Geschehen läuft durch das Fenster des Flugzeuges betrachtet eher wie ein Film ab. Andererseits kann man bei einer totalen Sonnenfinsternis den Mondschatten von oben auf den Wolken sehen - ein Anblick, der normalerweise den Besatzungen von Raumstationen vorbehalten bleibt.
Wer filmen oder fotografieren möchte, hat in einem Flugzeug genau wie auf einem Schiff das Problem der instabilen Plattform. Damit man durch die vergleichsweise kleinen Fenster eines Flugzeuges bequem beobachten, fotografieren und filmen kann, darf die Sonne übrigens nicht höher als 25 - 30 Grad am Himmel stehen.

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ASTRONOMISCHE AUSRÜSTUNG: WAS IST ZU BEACHTEN?

Eine Mondfinsternis, ein heller Komet, ein Merkurtransit, aber auch eine partielle oder ringförmige Sonnenfinsternis - das alles sind spannende Himmelsereignisse, die man beobachtet, sei es mit bloßem Auge, mit einem Feldstecher oder mit fotographischer Ausrüstung. Eine totale Sonnenfinsternis dagegen ist ein elementares Naturereignis, das erlebt werden will. Eigentlich benötigen Sie dazu nur zwei Ausrüstungsgegenstände, nämlich eine "SoFi-Brille" oder eine einfache, selbstgebastelte Lochkamera, um die partiellen Phasen der Verfinsterung gefahrlos betrachten zu können, und ein weißes Laken oder Tuch, auf dem die "Fliegenden Schatten" (Erklärungen und Video von Wolfgang Strickling), welche kurz vor und nach der Totalität auftreten können, gut zu sehen sind. Und dann sollten Sie sich dem Ereignis einfach hingeben - mit allen 5 Sinnen. Vielleicht werden Sie dann ähnliches empfinden, wie Adalbert Stifter es so eindrücklich beschrieben hat.

Denoch gibt es viele Gründe, eine totale Sonnenfinsternis mit Teleskopen zu beobachten oder die vielfältigen optischen Phänomene fotographisch festzuhalten (Fotographen seien auf die informativen Tabellen der NASA zur Belichtungsdauer und zum Einfluß der Brennweite auf die Größe des Sonnenbildes hingewiesen). Für ein ambitioniertes Beobachtungsprogramm kommt rasch einiges an Gerätschaften zusammen, die erst einmal an den Beobachtungsort gebracht werden wollen - und der ist meistens nur unter Nutzung eines Flugzeuges zu erreichen. Dabei sollten Sie folgendes beachten:

1. Der Verlust einer teuren astronomische Ausrüstung ist durch eine normale Reisegepäck-Versicherung meist nicht abgedeckt. Inzwischen werden jedoch von Amateurastronomen, die beruflich als Versicherungsagenten tätig sind, spezielle Teleskopversicherungen angeboten.

Astroversicherung Roland Altmann
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2. Wenn Sie umfangreiches Equipment mitnehmen, überschreiten Sie leicht die Freigrenze (i.d.R. 20 kg) für die Gepäckbeförderung in Flugzeugen. Für das Mehrgewicht werden Sie u.U. kräftig zur Kasse gebeten. Um solche Kosten zu umgehen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. So könnten Sie gerade bei einer Kurzreise von nur wenigen Tagen das übrige Gepäck auf ein unbedingt notwendiges Minimum reduzieren, um unter den 20 kg zu bleiben. Bei geringem Übergewicht können Sie auch auf die Kulanz der Fluggesellschaft hoffen - darauf setzen sollten Sie jedoch nicht. Erfolgversprechender ist es, das Handgepäck, also das, was Sie mit in die Flugzeugkabine mitnehmen, aufzustocken. Seit die Sicherheitskontrollen an den meisten Airports verschärft worden sind, wird allerdings wieder recht penibel auf Größe und Gewicht des Handgepäcks geachtet.

3. Gerade bei Reisen mit Camping-Unterkünften, die z.B. bei der SoFi am 01.08.2008 bei allen Mongolei-Reisen eine große Rolle spielen werden, sollte bereits bei der Buchung geklärt werden, ob und wieviel an Ausrüstung mitgenommen werden kann. Im Allgemeinen dürfte es da aber keine Probleme geben, da solche Tour-Operator ja auch sonst oft naturkundlich interessierte Gäste haben, die einiges an Spektiven und Kameras mit sich führen.

Damit es für Sie keine unangenehmen Überraschungen gibt, haben wir eine große Bitte: teilen Sie uns bereits bei Ihrer Buchungsanfrage mit, ob Sie eine umfangreichere astronomische Ausrüstung mitnehmen möchten und welches Gewicht (in kg) diese ungefähr haben wird.

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